Gemeinsam mit dem Bistum rufen wir in unseren Pfarreien ein Jahr der Taufe aus. So machen wir uns mit dem Thema «Als Getaufte leben» auf ins neue Jahr. Bischof Jean-Marie hat es am 10. Januar in der Felsenkirche Raron zusammen mit Gläubigen aus der Diözese feierlich eröffnet.  Jeden Monat stellen wir ein Zeichen der Taufliturgie in den Mittelpunkt. Auch in die Liturgie werden einige dieser Ideen einfliessen. Weiterführende Informationen entnehmen Sie der Hompage www.uefbraechu.ch


Im April

Zeichen der Taufe - Licht

Der Pate, die Patin zündet die Taufkerze an derOsterkerze an. Der Taufspender spricht: "Empfangedas Licht Christi". In der Taufe wird dem Täuflingewiges Leben zu gesprochen. Aus der Zusage Gottesheraus ist er gerufen, sein Christsein glaubwürdig zuleben und so zum Licht für andere zu werden. 

 

Zur Osternacht - Das Wasser lehrt uns das rechte Leben

Einen gelehrten Mann fragten einmal seine Schüler: Du stehst schon so lange vor diesem Fluss und schaust ins Wasser. Was siehst du denn da? Der Mann gab keine Antwort. Er wandte den Blick nicht ab von dem unablässig strömenden Wasser. Endlich sprach er: Das Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen. Wohin es fließt, bringt es Leben und teilt sich aus an alle, die seiner bedürfen. Es ist gütig und freigebig. Die Unebenheiten des Geländes versteht es auszugleichen: Es ist gerecht. Ohne zu zögern stürzt es sich über steile Wände in die Tiefe. Es ist mutig. Seine Oberfläche ist glatt und eben, aber es kann ganz verborgen tiefe Stellen schaffen. Es ist weise. Felsen, die ihm im Weg stehen, umfließt es. Es ist verträglich. Aber mit seiner Kraft ist es Tag und Nacht dabei Hindernisse zu beseitigen. Es ist ausdauernd. Wie viele Windungen es auch auf sich nehmen muss, niemals verliert es die Richtung zu seinem Ziel, dem Meer, aus dem Auge. Es ist zielbewusst. Und sooft es auch verunreinigt wird, so sehr ist es ständig bemüht, wieder rein zu werden. Es hat die Kraft, sich immer wieder zu erneuern. Das alles, sagte der gelehrte Mann, ist es, warum ich auf das Wasser schaue. Es lehrt mich das rechte Leben.

Das Wasser ist Symbol des neuen, von Gott geschenkten Lebens und der Fülle der Gnade, die wir in der Taufe empfangen haben. Wir wurden Söhne und Töchter Gottes, Jesu Brüder und Schwestern. Das Besprengen mit dem Osterwasser erinnert uns an unsere Taufe. Dabei geschieht etwas Eigenartiges: Unsere Gegenwart, unser jetziges Leben wird von einem vergangenen und noch immer nicht abgeschlossenen Ereignis ergriffen. Wir werden sensibel dafür. Sensibel für die Wurzeln der christlichen Existenz.

Ein Taufgedächtnis ist Vergewisserung der eigenen Wurzeln: immer wieder beim Nehmen des Weihwassers am Eingang einer Kirche, beim sonntäglichen Asperges – dem Besprengen der Gläubigen am Beginn der Messe –, beim Feiern einer Taufe, als Erneuerung des Taufversprechens in der Osternacht.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von uefbraechu, Twitter und Facebook!